Solaris Terminalservices selfmade
Veröffentlich am 04.10.2007, 19:49
.. oder auch: eine kleine Sun Netra X1, Solaris 10 und Nomachine NX.. extrem performant - auch über langsame Leitungen, ssl verschlüsselt.. was will man mehr, schönen Abend noch :-)
Solaris 10 Jumpstart Server mit Linux Teil 2
Veröffentlich am 23.09.2007, 14:39
Wie versprochen, hier nun ein paar Tipps für die vollautomatische Installtion von Solaris 10 übers Netzwerk.
.. am Ende sieht es eigentlich sehr einfach aus, nur war es teilweise etwas schwierig die richtigen Parameter zu finden, um wirklich alle Fragen des Interactive Installers über die Konfigurationsdatei zu beantworten.
Jumpstart Konfigurationsverzeichnis anlegen:
mkdir /jumpstart/config
Die benötigte rules Datei für die Angabe des zu verwendenden Jumpstart Profils im erstellten Verzeichnis anlegen:
hostname rocksolid - rocksolid_profile -
.. diese Regel sagt nicht mehr als "Der Hostname rocksolid soll mit dem Profil rocksolid_profile installiert werden".
Da das origniale Jumpstart check-Script unter Linux nicht funktioniert, hier ein kurzes Script welches die rules.ok Datei anlegt (die wird vom Jumpstart verarbeitet, nicht die rules Datei):
#/bin/sh
chksum=`/usr/bin/sum rules | /usr/bin/awk '{print $1}'`
rm rules.ok
cp rules rules.ok
echo "# version=2 checksum=${chksum}" >> rules.ok
Das entsprechende Profil im gleichen Verzeichnis anlegen (rocksolid_profile):
install_type initial_install
system_type server
partitioning explicit
filesys c0t0d0s0 8192 /
filesys c0t0d0s1 1024 swap
filesys c0t0d0s2 free /home
cluster SUNWCreq
cluster SUNWCwget
cluster SUNWCfwshl
cluster SUNWCfwutil
cluster SUNWCssh
cluster SUNWCfwcmp</blockquote>
.. dieses Profil partitioniert die Festplatte in 8GB für /, 1GB für Swap und der Rest für /home verwenden. Außerdem werden einige Software-Cluster (zu vergleichen mit Paketgruppen) installiert.
Nun muss noch die Systemkonfiguration vorgegeben werden (da die Datei immer "sysidcfg" heißen muss, legen wir einen eigenen Ordner an):
system_locale=C
timezone=Europe/Berlin
terminal=vt100
timeserver=localhost
name_service=NONE
security_policy=NONE
network_interface=PRIMARY {netmask=255.255.255.0 default_route=172.16.0.254 ip_address=172.16.0.123 protocol_ipv6=no}
root_password=<<Passworthash für das Root-Kennwort>>
Abschließend muss noch die bootparams Datei angepasst werden:
rocksolid \
root=172.16.0.15:/jumpstart/sol10/Solaris_10/Tools/Boot \
install=172.16.0.15:/jumpstart/sol10 \
sysid_config=172.16.0.15:/jumpstart/config/rocksolid \
install_config=172.16.0.15:/jumpstart/config \
boottype=:in \
rootopts=:proto=tcp,vers=2</blockquote>
Das wars eigentlich, nun sollte die Installation über "ok boot net - install" komplett automatisch durchlaufen.
Tags: jumpstart, linux, netinstall, solaris
Solaris 10 Jumpstart Server mit Linux
Veröffentlich am 17.09.2007, 20:31
ich habe mir vor einiger Zeit eine Sun Netra X1 gekauft. Der Vorbesitzer hatte auf dem Server ein Debian Linux laufen - wie langweilig ;-) Bis jetzt hatte ich jedoch keine Zeit ein angemessenes Betriebssystem (Solaris) zu installieren (erschwerend kam hinzu, dass diese kleine Pizzabox kein optisches Laufwerk hat, also musste die Installation zwingend übers Netzwerk erfolgen).
Nun habe ich mir mal Zeit genommen und einen Jumpstartserver aufgesetzt - auf Linuxbasis (in meinem Fall Debian/Ubuntu, sollte aber auch mit anderen Distributionen funktionieren).
Hier nun eine kleine Zusammenfassung für diejenigen, die selbst mal in die Verlegenheiten kommen sollten, Solaris 10 übers Netzwerk installieren zu müssen, aber keine zweite Solaris/Sparc Maschine zur Hand zu haben.
Solaris 10 Installations-DVD auf den Server kopieren:
mkdir -p /jumpstart/sol10
mount /dev/hdc /mnt && cd /mnt
tar cf - . | (cd /jumpstart/sol10 && tar xfp - )
Parallel dazu benötigte Software installieren:
apt-get install rarpd bootparamd tftpd nfs-user-server
NFS Freigabe anlegen:
echo "/jumpstart *(ro,no_root_squash)" >> /etc/exports
Bootimage ins TFTP Verzeichnis kopieren:
cd /jumpstart/sol10
cp Solaris_10/Tools/Boot/usr/platform/sun4u/lib/fs/nfs/inetboot \
/tftproot/inetboot.sol10.sun4u
Hostspezifische Einstellungen vornehmen:
- Hostname: rocksolid
- Mac-Adresse: 8:0:20:fe:19:4e (Bootvorgang mit "break" im LOM unterbrechen und mit "banner" im ok Prompt auslesen)
- IP-Adresse: 172.16.0.123
- Server-IP-Adresse: 172.16.0.15
/etc/ethers:
8:0:20:fe:19:4e rocksolid
/etc/hosts:
172.16.0.123 rocksolid rocksolid.rdev.info
/etc/bootparams:
rocksolid root=172.16.0.15:/jumpstart/sol10/Solaris_10/Tools/Boot install=172.16.0.15:/jumpstart/sol10 boottype=:in
Bootimage verlinken (IP => Hex umwandeln)
ln -s /tftproot/inetboot.sol10.sun4u /tftproot/AC10007B
Abschließend alle Dienste neustarten:
/etc/init.d/rarpd restart
/etc/init.d/bootparamd restart
/etc/init.d/nfs-user-server restart
/etc/init.d/openbsd-inetd restart
Nun sollte man den Sun Server einfach starten können und vom Netzwerk aus booten lassen. Um den Server über das Netzwerk zu starten, den Bootvorgang mit einem "break" über die LOM Console unterbrechen und im ok Prompt "boot net - install" eingeben.
Nach dem Laden des Bootimages vom TFTP Server sollte die gewohnte Interaktive Installation beginnen.
Ich will demnächst noch die Konfiguration und Paketauswahl vorkonfigurieren und über die Jumpstart Konfiguration einlesen. Sobald das geht, gibts hier im Blog einen Bericht dazu ;-)
Wärend der Installation hatte ich erst einige Probleme, um einige davon kurz zu erwähnen:
Fehler beim Boot - "boot: cannot open kernel/sparcv9/unix":
Diesen Fehler konnte durch die Installation des NFS Userspace Servers beseitigt werden, scheinbar gibts es ein Problem mit dem Kernelspace NFS Server. In einigen Mailinglisten habe ich auch gelesen, dass es gehen soll wenn man die NFS Version auf Vers. 2 beschränkt.
Fehler beim Setup - "ERROR: bpgetfile unable to access network":
Jumpstart nimmt immer Standardsubnetzmasken. Da ich hier ein 172.16.0.0/24 Netz habe, geht das Setup von einem /16er Netz aus, sprich 255.255.0.0 und nicht wie gedacht 255.255.255.0. Dadurch stimmt natürlich auch die Broadcast-Adresse nicht überein. Abhilfe hat hier das Hinzufügen eines virtuellen Interfaces mit entsprechender Subnetzmaske geschaffen: ip a a 172.16.0.15/16 dev eth0
Nun läuft der Server erstmal und ich werde versuchen mich mit dem Gerät etwas mehr zu beschäftigen..
Wer noch Fragen zur Installation hat, kann gern einen Kommentar hinterlassen oder eine Mail an mich schreiben, die Adresse sollte bekannt sein.
Tags: jumpstart, linux, netinstall, solaris